Bestattungsvorsorge
Die eigene Beerdigung zu Lebzeiten planenWas ist Bestattungsvorsorge und warum ist sie sinnvoll?
Bestattungsvorsorge bedeutet, sich bereits zu Lebzeiten Gedanken über die eigene Bestattung zu machen und diese schriftlich festzuhalten. Es ist ein Akt der Selbstbestimmung und Liebe zu den eigenen Angehörigen.
Die Vorteile der Bestattungsvorsorge
Für Sie selbst:
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✓ Sie bestimmen selbst, wie Ihre Beerdigung ablaufen soll
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✓ Sie treffen Entscheidungen in aller Ruhe, nicht in der Trauer
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✓ Sie wissen, dass Ihre Wünsche respektiert werden
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✓ Sie finanzielle Sicherheit vor steigenden Bestattungskosten
Für Ihre Angehörigen:
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✓ Sie werden von schwierigen Entscheidungen entlastet
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✓ Sie kennen Ihre Wünsche genau
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✓ Sie haben Halt und Orientierung in ihrer Trauer
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✓ Sie werden finanzielle Last durch die Bestattungskosten nicht getroffen
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✓ Sie können sich Zeit für Trauer nehmen, statt zu organisieren
Drei Formen der Bestattungsvorsorge
Es gibt drei unterschiedliche Möglichkeiten, für die eigene Bestattung vorzusorgen – oft in Kombination:
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Bestattungsverfügung – Dokumentation Ihrer Wünsche (kostenlos)
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Bestattungsvorsorgevertrag – Mit Bestattungsunternehmen (kostenpflichtig)
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Finanzielle Absicherung – Treuhandkonto oder Sterbegeldversicherung
Die Bestattungsverfügung – Ihre Wünsche dokumentieren
Was ist eine Bestattungsverfügung?
Eine Bestattungsverfügung ist ein handschriftliches Dokument, in dem Sie Ihre persönlichen Wünsche zur eigenen Beerdigung schriftlich festhalten. Im Gegensatz zum Testament wird die Bestattungsverfügung sofort nach dem Tod benötigt – nicht erst nach Wochen bei der Testamentseröffnung.
Wichtig: Die Bestattungsverfügung ist NICHT Teil des Testaments, sondern ein separates Dokument! Nur so können Ihre Bestattungswünsche zeitnah umgesetzt werden.
Rechtliche Anforderungen der Bestattungsverfügung
Eine gültige Bestattungsverfügung muss erfüllen:
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✓ Handschriftlich verfasst – vollständig von Hand geschrieben
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✓ Mit Datum versehen – Tag, Monat, Jahr
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✓ Persönlich unterschrieben – mit Ihrer vollständigen Unterschrift
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✓ Klar verständlich – Ihre Wünsche müssen eindeutig sein
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✓ An sicherer Stelle hinterlegt – nicht im Testament verstaut
Was gehört in eine Bestattungsverfügung?
Eine vollständige Bestattungsverfügung sollte folgende Punkte regeln:
1. Persönliche Grundinformation
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Vollständiger Name
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Geburtsdatum und -ort
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Aktuelle Adresse
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Familienstand
2. Bestattungsart
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Erdbestattung – Beerdigung in einem Sarg
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Feuerbestattung – Einäscherung mit Urnenbeisetzung
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Seebestattung – Verstreuung der Asche im Meer
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Waldbestattung – Beisetzung an den Wurzeln eines Baumes
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Naturbestattung – Bestattung auf Wiesen oder in der Natur
3. Grabart und Grabgestaltung
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Erdgrab – Einzelgrab oder Familiengrab
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Urnengrab – für Feuerbestattung
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Reihengrab – kostengünstige Variante
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Anonymes Grab – ohne Grabstein
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Grabstein/Denkmal – Ihre Wünsche zur Gestaltung
4. Friedhof und Ort
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Welcher Friedhof? (z. B. „Friedhof Schwerin-Süd“)
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Alternativ: Waldbestattung wo? (z. B. „Friedwald Schwerin“)
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Seebestattung welche Region? (z. B. „Ostsee“)
5. Trauerfeier und Gestaltung
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Mit oder ohne Trauerfeier?
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Religiös oder weltlich?
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Wo soll die Trauerfeier stattfinden? (Kirche, Kapelle, Friedhof, Krematorium)
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Geistlicher oder Trauerredner? (Namen oder Konfession angeben)
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Musik und Gesang – Ihre Lieblingsstücke
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Persönliche Worte – Wer soll etwas sagen?
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Blumenschmuck – Welche Blumen? Statt Blumen Spenden?
6. Bestattungsinstitut
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Welches Bestattungsunternehmen? (z. B. „Bestattungshaus Mehl, Schwerin“)
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Haben Sie bereits einen Vorsorgevertrag abgeschlossen?
7. Finanzielle Absicherung
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Wie ist die Bestattung finanziert?
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Vorsorgevertrag?
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Sterbegeldversicherung?
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Sparkonto?
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Aus dem Nachlass?
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Falls vorhanden: Versicherungsnummer und Versicherungsgesellschaft
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Treuhandkonto – Kontoangaben
8. Weitere Wünsche
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Besondere Rituale oder Zeremonien
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Lieblingsblumen oder Pflanzen
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Spendendestination (statt Blumen)
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Danksagungen – Sollen diese veröffentlicht werden?
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Grabpflege – Wer soll sich darum kümmern?
9. Ansprechpersonen
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Vertrauensperson – Wer soll die Bestattung organisieren?
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Kontaktdaten – Telefon und Adresse dieser Person
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Wichtige Dokumente – Wo sind Testament, Versicherungen, Konten gelagert?
Lagerung der Bestattungsverfügung – Wichtig!
Die Bestattungsverfügung muss leicht auffindbar sein, denn sie wird zeitnah nach dem Tod benötigt:
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✓ Nicht im Safe deponieren – wird erst nach Tagen/Wochen geöffnet
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✓ Bei Angehörigen hinterlegen – Vertrauensperson erhält Kopie
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✓ Im Wohnzimmer oder Nachttisch – leicht zu finden
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✓ Kopien bei Bestatter und Angehörigen – mehrfache Sicherheit
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✓ Im Testament erwähnen – „Siehe Bestattungsverfügung vom…“
Der Bestattungsvorsorgevertrag – Professionelle Planung
Was ist ein Bestattungsvorsorgevertrag?
Ein Bestattungsvorsorgevertrag ist ein rechtlich verbindlicher Vertrag zwischen Ihnen und einem Bestattungsunternehmen. Das Bestattungshaus verpflichtet sich, Ihre Wünsche nach dem Tod genau umzusetzen.
Der Unterschied zur Bestattungsverfügung:
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Bestattungsverfügung = Wünsche dokumentieren (kostenlos)
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Vorsorgevertrag = Professionelle Planung mit Bestatter + finanzielle Absicherung (kostenpflichtig)
Vorteile eines Vorsorgevertrags
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✓ Professionelle Beratung – Der Bestatter berät Sie zu allen Optionen
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✓ Realistische Planung – Kosten werden genau kalkuliert
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✓ Rechtliche Sicherheit – Alles vertraglich festgehalten
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✓ Verbindlichkeit – Das Bestattungshaus ist verpflichtet, den Vertrag einzuhalten
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✓ Finanzielle Absicherung – Kosten können via Treuhandkonto oder Versicherung gesichert werden
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✓ Preisgarantie – Oft 10+ Jahre Preisgarantie gegen Kostensteigerungen
Was regelt der Vorsorgevertrag?
Ein guter Vorsorgevertrag enthält:
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Persönliche Daten des Vorsorgers
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Bestattungswünsche – Alle Details wie in der Bestattungsverfügung
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Leistungsbeschreibung – Exakte Auflistung aller geplanten Services
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Kostenaufstellung – Detaillierte Preiskalkulation
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Finanzierungsoption – Wie werden die Kosten abgesichert?
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Preisgarantie – Wie lange gelten die festgesetzten Preise?
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Änderungsklauseln – Können Sie den Vertrag später anpassen?
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Kündigungsmöglichkeiten – Unter welchen Bedingungen?
Finanzielle Absicherung – Wie bezahle ich die Bestattung?
Kostenübersicht einer Bestattung
Die Kosten einer Bestattung sind sehr unterschiedlich und hängen von Ihren Wünschen ab:
| Bestattungsart | Ungefähre Kosten |
|---|---|
| Einfache Feuerbestattung (anonym) | 2.000 – 3.500 EUR |
| Feuerbestattung mit Trauerfeier | 4.000 – 6.000 EUR |
| Erdbestattung (Reihengrab) | 5.000 – 7.000 EUR |
| Erdbestattung mit Trauerfeier | 6.500 – 10.000 EUR |
| Waldbestattung | 2.500 – 4.500 EUR |
| Seebestattung | 3.000 – 5.000 EUR |
| Aufwendige Trauerfeier + Grabmal | 10.000 – 20.000 EUR |
Finanzierungsoptionen
1. Treuhandkonto (empfohlen)
Das Treuhandkonto ist eine sichere Möglichkeit, Geld für die Bestattung zu sparen:
Wie funktioniert es?
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Der Bestatter richtet ein Treuhandkonto bei einer Bank ein
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Sie zahlen die errechneten Bestattungskosten ein (z. B. monatlich)
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Das Geld steht unter treuhänderischer Verwaltung
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Im Todesfall wird das Geld direkt an den Bestatter ausgezahlt
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Eventuelle Überschüsse gehen an Ihre Angehörigen
Vorteile:
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✓ Vollständige Kostenkontrolle
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✓ Geld ist gesichert (auch bei Bestatter-Insolvenz)
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✓ Flexible Zahlungen (monatlich, jährlich, einmalig)
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✓ Keine versteckten Gebühren
Beispiel:
Sie planen eine Erdbestattung für 7.000 EUR. Sie zahlen monatlich 100 EUR ein = 70 Monate (ca. 6 Jahre). Nach Ihrer Zahlungsweise angepasst.
2. Sterbegeldversicherung
Eine Sterbegeldversicherung ist eine Lebensversicherung, die speziell für Bestattungskosten konzipiert ist:
Wie funktioniert sie?
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Sie zahlen monatliche Beiträge (z. B. 5–20 EUR/Monat)
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Die Versicherung zahlt die Versicherungssumme (z. B. 5.000–10.000 EUR) im Todesfall
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Dieser Betrag wird direkt an die Angehörigen oder an den Bestatter ausgezahlt
Vorteile:
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✓ Monatlich bezahlbar
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✓ Versicherungsbetrag ist fix und garantiert
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✓ Oft ohne Gesundheitsfragen (oder mit kurzer Wartezeit)
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✓ Prämien sind gering
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✓ Überschussbeteiligung möglich (je nach Versicherung)
Nachteile:
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✗ Zinsen sind gering
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✗ Bei frühem Tod kann die Versicherung weniger zahlen als eingezahlt wurde (je nach Bedingungen)
3. Sparkonto
Eine einfache Alternative ist, regelmäßig Geld für die Bestattung zu sparen:
Wie funktioniert es?
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Sie eröffnen ein Sparkonto speziell für Bestattungskosten
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Sie zahlen monatlich einen Betrag ein
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Im Todesfall wird das Geld von Ihren Angehörigen verwendet
Vorteile:
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✓ Einfach und transparent
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✓ Jederzeit verfügbar
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✓ Keine versteckten Gebühren
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✓ Höhere Zinsen als bei Versicherungen
Nachteile:
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✗ Nicht rechtlich gebunden (Angehörige könnten Geld anders verwenden)
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✗ Im Fall von Pflegebedarf kann Sozialamt auf Konto zugreifen
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✗ Kein Schutz vor Schuldenabrechnung
4. Kombination
Viele Menschen kombinieren mehrere Optionen:
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Treuhandkonto für Grundkosten (z. B. Sarg, Kremierung)
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Sterbegeldversicherung für Trauerfeier und Extras
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Sparquote für zusätzliche Wünsche
Häufig gestellte Fragen
Ab wann sollte ich mit Vorsorge beginnen?
Je früher, desto besser. Idealerweise ab 40–50 Jahren. Aber auch mit 60, 70 oder älter ist es noch sinnvoll.
Muss ich alles vorab bezahlen?
Nein. Sie zahlen monatlich, jährlich oder einmalig – je nach Plan. Mit einem Treuhandkonto zahlen Sie nur das ein, was Sie sich leisten können.
Was passiert, wenn ich sterbe, bevor der Vorsorgevertrag vollständig bezahlt ist?
Der Bestatter wird die Differenz mit Ihren Angehörigen oder aus dem Nachlass verrechnen. Deshalb ist eine Sterbegeldversicherung zusätzlich sinnvoll.
Kann ich meinen Vorsorgevertrag später ändern oder kündigen?
Ja, in den meisten Fällen. Lesen Sie die Vertragsbedingungen. Manche Verträge haben Kündigungsfristen.
Werden meine Angehörigen von Bestattungskosten überrascht?
Nein. Mit einer Vorsorge gibt es keine Überraschungen. Die Kosten sind kalkuliert und bezahlt oder versichert.
Was ist mit der Grabpflege?
Die Grabpflege kann ebenfalls in der Vorsorge geregelt werden – entweder durch monatliche Zahlungen an einen Friedhofsgärtner oder durch eine separate Grabpflegevereinbarung.
Kann meine Sterbegeldversicherung mich ablehnen?
Sehr selten, besonders wenn keine Gesundheitsfragen gestellt werden. Lesen Sie die Versicherungsbedingungen genau.
Was kostet die Erstellung einer Bestattungsverfügung?
Kostenlos. Sie schreiben sie selbst von Hand. Optional können Sie einen Notar einbeziehen (ca. 50–200 EUR).
Checkliste – Vorbereitung zur Vorsorge
Bevor Sie zu uns kommen, überlegen Sie sich:
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Welche Bestattungsart wünschen Sie sich? (Erde/Feuer/See/Wald)
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Welcher Friedhof oder Bestattungsort ist für Sie wichtig?
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Möchten Sie eine religiöse oder weltliche Trauerfeier?
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Wer soll die Trauerfeier gestalten? (Pfarrer/Redner)
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Welches Budget kommt für Sie in Frage? (insgesamt)
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Möchten Sie monatlich zahlbar oder einmalig?
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Haben Sie bereits eine Sterbegeldversicherung?
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Wer soll Ihre Ansprechperson sein? (Familie/Vertrauensperson)
Das Bestattungshaus Mehl unterstützt Sie bei der Vorsorge
Das Bestattungshaus Mehl begleitet Sie komplett durch den Vorsorgeprozess:
✓ Kostenlose Beratung – Wir besprechen Ihre Wünsche und Optionen
✓ Realistische Kalkulation – Wir berechnen ehrlich und transparent
✓ Vorsorgevertrag – Wir erstellen einen rechtlich sicheren Vertrag
✓ Treuhandkonto/Versicherung – Wir helfen bei der Finanzierungswahl
✓ Bestattungsverfügung – Wir unterstützen Sie bei der Dokumentation
✓ Regelmäßige Überprüfung – Wir aktualisieren bei Bedarf
✓ Familiengespräche – Wir moderieren, wenn Sie mit Angehörigen darüber sprechen möchten
Kontakt und Vorsorgegespräch
Bestattungshaus Mehl
Münzstraße 21, Schwerin
Telefon: 0385 / 591 89 27
Rufen Sie uns an, um ein kostenfreies und unverbindliches Vorsorgegespräch zu vereinbaren.
Wir nehmen uns Zeit für Sie, beantworten alle Ihre Fragen und erarbeiten gemeinsam einen Vorsorgeplan, der zu Ihnen passt. Sie gehen einen wichtigen Schritt für Ihre Selbstbestimmung und für Ihre Angehörigen.
Wir sind für Sie da.
Zögern Sie nicht, uns anzurufen. Wir nehmen uns Zeit für Ihr Anliegen – zu jeder Zeit, in aller Ruhe und mit vollem Verständnis für Ihre Situation.
24 Stunden erreichbar
Telefon:
0385-591 89 27
Schweriner Bestattungshaus Mehl GmbH
Münzstraße 21
19055 Schwerin